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Montagsbericht 11.03.2018

das Wichtigste im Überblick

Besuch im Bundesarchiv Koblenz

Am 11.06. nahmen 12 Mitglieder des Foto- Club Koblenz und drei Gäste ab 17:30 h an einer von Jörg Möhlig vermittelten kostenlosen Führung durch das Bundesarchiv Koblenz teil. Die 15 Personen  wurden  in zwei Gruppen geteilt und unter der  Führung von je 1 Mitarbeiterin  (s. Foto)

a) durch den Bereich der Fotorestaurierung  und

b) durch den gelagerten Aktenbestand geführt, wo beispielhaft Einsicht in die Originale der schriftlichen Korrespondenz zwischen Altbundeskanzler Konrad Adenauer und dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gewährt wurde. Dabei erfuhr die Gruppe, dass für die optimale Lagerung der Akten eine konstante Temperatur von 18 Grad C und eine Luftfeuchtigkeit von maximal 50 % erforderlich sind. Jede Person,  die ein Anliegen auf Einsicht in archivierte Dokumente des Bundes haben möchte, kann diese kostenlos im Bundesarchiv erhalten. Die betreffenden Dokumente können online bestellt werden und sind dann im Lesesaal zur Einsicht bzw. zum Studium verfügbar. Die Gruppe erhielt weitere Kerninformationen, die im Folgenden kursiv als Auszug von der Internetseite des Bundesarchivs dargestellt sind:

Die wichtigsten Aufgaben des Bundesarchivs sind die Sicherung und Bereitstellung von Archivgut des Bundes. Von dem gesichteten Material (Akten, Karten, Bilder, Plakate, Filme und Tonaufzeichnungen in analoger und digitaler Form) sind erste Aufzeichnungen ab dem Jahr 1495 vorhanden.

An seinen neun Dienstorten bewahrte das Bundesarchiv zum Ende des Jahres 2016 Bestände in ungefähr folgendem Umfang auf:

  • 339 laufende Kilometer Schriftgut (davon 80 km in Koblenz)
  • 12,6 Millionen Bilder
  • 1,15 Millionen Filmrollen zu 154.000 Filmtiteln
  • 91.000 Plakate
  • 1,96 Millionen Karten, Pläne und Technische Zeichnungen
  • 2,16 Millionen Bände in der Bibliothek

Quelle: https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Aufgaben/aufgaben.html

Für uns Fotografen war die Ausstattung der Abteilung der Fotorestauration  und die dort getätigte Arbeit  äußerst interessant. Leider konnten wir wegen der Führung außerhalb der Arbeitszeit nicht bei der aktuellen Bearbeitung zu restaurierender Exponate (fotografische Glasplatten) zuschauen, aber durch die für unsere Führung liegengelassenen Werkstücke und Werkzeuge konnte  ein Einblick gewonnen werden über den großen Aufwand und die Sorgfalt, mit der Bilder restauriert werden. U.a. konnte die Gruppe das Scannen der Fotografie eines Schiffes vom  Beginn des 20.Jahrhunderts sowie die Anfertigung dessen  Positivbildes auf Barytpapier durch den digitalen Fachvergrößerer (Variochromat mit der weltweit höchsten Auflösung > Durchmesser des Kathodenstrahls beträgt 18 Millionstel Meter) und der anschließenden Entwicklung des Bildes in der Dunkelkammer miterleben.

Eine genaue Übersicht über die Vorgehensweise liefern die beigefügten Scans vom Skript, das die Leiterin der Fotorestaurationsabteilung, Frau Iris Scharpegge, an jeden von uns aushändigte.

Ein großer Dank ging zum Schluss an die beiden Mitarbeiterinnen für ihre sehr kompetente Führung, die damit verbundene kompakte Informationsvermittlung und die Mitgestaltung eines informativen und kurzweiligen Fotoclubabends.

Helmut Wagner

 

Fotorestaurierung

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