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Ein wohltemperierter Nachmittag im Hochwild-Schutzpark Rheinböllen.





Wegen einiger privater Widrigkeiten konnten weniger Mitglieder am Clubausflug am 23.05. nach Rheinböllen teilnehmen als vorgesehen. Michael Wang holte mich bereits um 13:30  h von zuhause ab, sodass wir nach unserer Ankunft unsere Tour rechts um den See herum begannen. Wir waren froh, diesen Weg gewählt zu haben, da wir so dem Lärm der Autobahn auf der anderen Seite ausweichen konnten. Bei sehr angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung begegneten uns zunächst Ziegen und Mittagsruhe haltendes kleines Rotwild. Schnell stellte sich bei uns nach einigen Fotos beim Laufen auf den gut begehbaren Waldwege ein Gefühl wohliger Entspannung ein. „Waldbaden“ trifft das Empfinden wirklich gut. Als sich uns dann wieder Wiesen mit –zig grasenden und dabei schwänzelnd insektenabwehrenden Rehen zeigten, waren es einige Fotos wert, die Herde mit einem einzigen weißen Tier als Kontrast zu fotografieren. Michael´s 400 mm Tele gab da mehr her als meine 125 mm. Danach erklommen wir einen Hügel und vor uns standen sie plötzlich: Bisons, die mächtigen grasfressenden Huftiere der Prairie. Welch ein enormer Gegensatz zwischen der Begegnung mit den ca. 60 kg schweren kleinen Rehen und jetzt dem ca. 1300 kg schweren Leitbullen. Wir zählten 5 neugeborene Nachkommen, deren Fell  von ihren Müttern liebevoll mit der Zunge gereinigt wurde. Die Tiere, die noch Reste ihres Winterfells am Leib trugen, waren so beeindruckend, dass wir uns kaum von ihnen trennen konnten. Unser anschließender Weg führte uns linksseitig an einem Gehege mit mehreren siestahaltenden Polarwölfen und schräg gegenüber an schottischen Hochlandrindern vorbei. Bei letzteren fragen sich viele Besucher, ob sie bei dem weit über ihre Augen hängenden Fell noch genügend Nahrung finden. Esel, putzige Zwergotter, Füchse, Schafe und letztlich ein kräftiger Braunbär begegneten Michael und mir auf unserem weiteren Rundweg – bis wir schließlich auf Eckhard und Moritz trafen, die uns gegen 16:15 h am Bärengehege entgegen kamen. Wir 4 nahmen am nahegelegenen Imbiss einige Getränke zu uns und nutzten die Zeit zum Plaudern, bevor Michael den Nachhauseweg antreten musste. Ich führte Moritz und Eckhard zu den vorhin beschriebenen Tiergehegen, bevor wir wegen aufziehender Gewitterwolken und nach einer Menge weiterer Fotos gegen 18:15 h den Rückweg antraten. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir vor einem einsetzenden Platzregen eine Hütte. Es dauerte nicht lange bis dort von außen das Wasser durchfloss, wir aber gerade noch trockenen Fußes blieben. Also kaum ein Clubausflug in letzter Zeit ohne heftigen Regenguss! Für uns 4 hat sich der Ausflug gelohnt. Eine Auswahl unserer Bilder werden wir an einem Clubabend präsentieren.
Helmut Wagner
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